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HR-Software für den Mittelstand: 9 Anbieter im Vergleich 2026

Aktualisiert: September 2026

 

Welche HR-Software passt am besten zu mittelständischen Unternehmen? Die Antwort hängt vor allem von Unternehmensgröße, vorhandener IT-Landschaft und den Prozessen ab, die tatsächlich digitalisiert werden sollen.

Für deutsche Mittelständler sind insbesondere Kosten, Payroll und DATEV, Dokumentenmanagement, Employee Self-Service, Hosting, Zeiterfassung, Recruiting und die Integrationsfähigkeit der Lösung relevant.

In diesem Vergleich betrachten wir neun HR-Lösungen: Personio, HRworks, rexx systems, Sage, Factorial, Kenjo, HiBob, Haufe und humera.

Die Kurzantwort: Es gibt nicht die eine beste HR-Software für jedes mittelständische Unternehmen. Personio, HRworks, Factorial oder Kenjo kommen beispielsweise für standardisierte digitale HR-Prozesse infrage. Sage ist interessant, wenn eine native Payroll besonders wichtig ist. HiBob adressiert stärker international wachsende Organisationen. humera ist besonders interessant für mittelständische Unternehmen, die HR-Prozesse, Dokumentenmanagement, digitale Personalakte und Employee Self-Service möglichst eng in einer Plattform verbinden möchten.

Welche HR-Software ist 2026 die beste für den Mittelstand?

Die beste HR-Software ist diejenige, die die relevanten HR-Prozesse eines Unternehmens möglichst vollständig abbildet, ohne unnötige Komplexität einzuführen.

Für die Auswahl sollten mittelständische Unternehmen mindestens folgende Fragen beantworten:

 

  1. Wie viele Mitarbeitende sollen mit der Software arbeiten?
  2. Welche HR-Prozesse müssen zwingend abgebildet werden?
  3. Soll die Lohnabrechnung integriert oder angebunden werden?
  4. Wird ein echtes Dokumentenmanagement benötigt?
  5. Wo werden die Daten gehostet?
  6. Wie aufwendig ist die Einführung?
  7. Wird eine Arbeitszeiterfassung benötigt?
  8. Soll Recruiting Bestandteil der Plattform sein?
  9. Welche Anforderungen bestehen durch Betriebsrat und Mitbestimmung?
  10. Welche Mindestvertragslaufzeiten und Gesamtkosten entstehen?

 

Erst danach ist ein sinnvoller Produktvergleich möglich.

Was unterscheidet humera von anderen HR-Softwares?

humera verbindet HR-Management mit Dokumentenmanagement, digitaler Personalakte und Employee Self-Service innerhalb einer Plattform.

Dieser Ansatz ist vor allem für mittelständische Unternehmen relevant, bei denen HR nicht ausschließlich Stammdaten verwaltet. Wenn Personaldokumente, HR-Prozesse, Workflows und die Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden zusammenspielen sollen, wird die Integration dieser Bereiche zu einem wichtigen Auswahlkriterium.

Der Employee Self-Service ermöglicht dabei, HR-Prozesse stärker zwischen Personalabteilung und Mitarbeitenden zu verteilen. Gleichzeitig werden Personaldokumente nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit digitaler Personalakte und Dokumentenmanagement.

Damit liegt der Schwerpunkt von humera insbesondere auf integrierten HR- und dokumentenbezogenen Prozessen im Mittelstand.

Das bedeutet allerdings nicht, dass humera für jedes Unternehmen automatisch die beste Lösung ist. Wer beispielsweise eine vollständig native Entgeltabrechnung als oberste Priorität hat oder eine primär international ausgerichtete HR-Plattform benötigt, sollte entsprechende Spezialisten ebenfalls vergleichen.

Welche 9 HR-Softwares eignen sich für den Mittelstand?

AnbieterPreisGrößePayroll / DATEVDMSHostingZeitRecruitingVertrag
PersonioIndividuell10–10.000 MANative Payroll + DATEVJaCloudJaJaab 12 Mon.
HRworksIndividuell20–500 MADATEV-SchnittstelleJaEU (Irland)JaJamonatlich
rexx systemsIndividuell100–50.000 MADATEV-SchnittstelleJaCloudJaJaindividuell
Sageab 4,50 €/MAKMU/MittelstandNative PayrollJaCloudJaJaproduktabhängig
Factorialab 8 €/UserKMU/MittelstandDATEV-SchnittstelleJaCloudJaJaflexibel
KenjoIndividuellKMU/MittelstandDATEV-SchnittstelleJaCloudJaAdd-onmonatl./jährl.
HiBobIndividuellbis 1.000+ MAPayroll-IntegrationenJaCloudJa*Jaindividuell
HaufeIndividuellMittelstand+IntegrationenJaCloudJavia Integrationindividuell
humeraab 9,50 €/UserMittelstandSchnittstelle zu DATEV und Payroll-SystemenJaCloud (EU) & on-premisesJaJaindividuell

Stand: September 2026. Preise, Pakete und Produktfunktionen können sich ändern. Vor einer Entscheidung sollten Unternehmen deshalb das aktuelle Angebot und den tatsächlich benötigten Funktionsumfang beim jeweiligen Anbieter prüfen.

Für wen sind die Lösungen besonders interessant?

AnbieterBesonders interessant für
PersonioUnternehmen mit standardisierten Cloud-HR-Prozessen
HRworksKMU mit administrativen HR-Prozessen und DATEV-Anforderungen
rexx systemsgrößere Mittelständler und komplexere HR-Organisationen
SageUnternehmen mit starkem HR- und Payroll-Fokus
FactorialKMU mit standardisierten digitalen HR-Prozessen
KenjoKMU mit HR- und Workforce-Management
HiBobinternational wachsende Organisationen
Haufedokumenten- und wissensintensive HR-Prozesse
humeraMittelstand mit integrierten HR-, DMS-, Personalakten- und Self-Service-Prozessen

Welche HR-Software passt zu einem Unternehmen mit 200 Mitarbeitenden?

Für ein Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitenden ist weniger die reine Mitarbeiterzahl entscheidend als die organisatorische Komplexität.

Ein Unternehmen mit 200 Mitarbeitenden an einem Standort und weitgehend standardisierten Prozessen hat andere Anforderungen als ein Unternehmen mit 200 Mitarbeitenden an fünf Standorten, unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen und einem Betriebsrat.

 

Für diese Größenordnung sollte eine HR-Software mindestens folgende Funktionen zuverlässig abdecken:

 

Zusätzlich sollte geprüft werden, wie gut sich bestehende Prozesse und Daten übernehmen lassen.

humera wird insbesondere dann interessant, wenn bei diesen Anforderungen HR-Prozesse und Dokumentenprozesse nicht getrennt betrachtet werden sollen. Die Verbindung von HR-Suite, digitaler Personalakte, Dokumentenmanagement und Self-Service ist dann relevanter als die bloße Anzahl einzelner Features.

Wann ist Personio eine passende HR-Software?

Personio ist eine bekannte HR-Plattform für kleine und mittelständische Unternehmen und deckt unter anderem zentrale HR-Prozesse und Recruiting ab.

Personio kann insbesondere für Unternehmen interessant sein, die ihre HR-Prozesse in einer cloudbasierten Plattform standardisieren möchten.

Vor einer Entscheidung sollten mittelständische Unternehmen unter anderem prüfen, wie ihre Anforderungen an Dokumentenmanagement, bestehende Systemlandschaften, Payroll, individuelle Workflows und Mitbestimmung abgebildet werden.

Wann ist HRworks eine passende HR-Software?

HRworks richtet sich an Unternehmen, die verschiedene administrative HR-Prozesse digitalisieren möchten.

Bei der Auswahl ist insbesondere interessant, welche Schnittstellen zu bestehenden Abrechnungs- und Finanzprozessen benötigt werden. HRworks bietet hierfür unter anderem eine bidirektionale DATEV-Anbindung. Trotzdem sollte im konkreten Anwendungsszenario geprüft werden, welche Daten zwischen HRworks, DATEV und gegebenenfalls der Steuerberatung übertragen werden.

Für Unternehmen mit einer gewachsenen IT-Landschaft sollte außerdem geklärt werden, welche weiteren Daten automatisiert zwischen HRworks und vorhandenen Systemen ausgetauscht werden können.

Wann ist rexx systems eine passende HR-Software?

rexx systems positioniert seine HR-Suite für Unternehmen von etwa 100 bis 50.000 Mitarbeitenden und setzt auf einen modularen Aufbau.

Damit kommt die Lösung insbesondere für größere Mittelständler und Organisationen infrage, die eine skalierbare HR-Plattform suchen.

Für die Lohnabrechnung setzt rexx unter anderem auf Schnittstellen. Dazu gehört eine DATEV-Anbindung, während die eigentliche deutsche Entgeltabrechnung nicht als natives Kernmodul der HR-Suite positioniert wird.

Die Preise werden individuell anhand von Unternehmensgröße, Modulen und benötigten Funktionen kalkuliert.

Wann ist Sage eine passende HR-Software?

Sage bietet unterschiedliche HR- und Payroll-Lösungen an. Das macht eine genaue Unterscheidung der Produkte bei einem Vergleich besonders wichtig.

Sage HR startet bei 4,50 Euro pro Mitarbeiter und Monat. Weitere Funktionen und Module können ergänzt werden.

Daneben bietet Sage HR-&-Payroll-Lösungen an, bei denen HR und Lohn- und Gehaltsabrechnung innerhalb des Sage-Portfolios enger miteinander verbunden sind. Das kann für Unternehmen interessant sein, die Payroll nicht ausschließlich über eine Schnittstelle zu einem externen System abbilden möchten.

Wann ist Factorial eine passende HR-Software?

Factorial ist eine cloudbasierte HR-Plattform für kleine und mittelständische Unternehmen und führt verschiedene administrative HR-Prozesse zusammen.

Zum Funktionsumfang gehören unter anderem Arbeitszeiterfassung, Dokumentenfunktionen und Recruiting. Für deutsche Unternehmen ist außerdem eine DATEV-Anbindung verfügbar.

Factorial kann insbesondere für Unternehmen interessant sein, die eine cloudbasierte Suite für standardisierte HR-Prozesse suchen. Vor einer Entscheidung sollten Hosting, konkrete Payroll-Prozesse und Vertragsbedingungen für das individuelle Angebot geprüft werden.

Wann ist Kenjo eine passende HR-Software?

Kenjo verbindet klassische Personalverwaltung mit Funktionen für Workforce Management.

Zum Funktionsumfang gehören unter anderem Abwesenheitsmanagement, digitales Dokumentenmanagement, Zeiterfassung, Berichte und Workflows. Recruiting ist als zusätzliche Funktion verfügbar.

Für Unternehmen mit mehreren Standorten sind unter anderem die Verwaltung verschiedener Bürostandorte sowie benutzerdefinierte Profile und Berechtigungen interessant.

Für die vorbereitende Lohnabrechnung bietet Kenjo außerdem eine DATEV-Integration. Die konkrete Preisberechnung erfolgt abhängig von Unternehmensgröße und gewähltem Paket.

Wann ist HiBob eine passende HR-Software?

HiBob – beziehungsweise Bob – richtet sich an wachsende und international ausgerichtete Organisationen.

Der Anbieter strukturiert sein Angebot für Unternehmensgrößen von kleinen Teams bis hin zu Organisationen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden. Preise werden individuell anhand der Mitarbeiterzahl und der ausgewählten Module kalkuliert.

Payroll kann über entsprechende Module beziehungsweise Integrationen in die HR-Landschaft eingebunden werden. Für deutsche Unternehmen sollte im Auswahlprozess konkret geprüft werden, welche Payroll- und DATEV-Prozesse benötigt werden.

HiBob kann besonders für Unternehmen interessant sein, die eine international ausgerichtete HR-Plattform suchen und ihre HR-Landschaft über Integrationen erweitern möchten.

Wann ist Haufe eine passende HR-Lösung?

Bei Haufe muss zunächst unterschieden werden, welches Produkt betrachtet wird. Das Portfolio umfasst sowohl HR-Fachwissen und Arbeitshilfen als auch Software für HR-Prozesse und Dokumentenmanagement.

Haufe People Operations bietet unter anderem digitale Personalakten, Dokumentengenerierung und Dokumentenmanagement. Bestehende HCM-, Payroll- und Zeiterfassungssysteme können in die Systemlandschaft eingebunden werden.

Für Unternehmen mit starkem Fokus auf Personalakten und Dokumente kann dieser Ansatz besonders relevant sein. Ein pauschaler Vergleich mit einer vollständigen HR-Suite ist allerdings nur sinnvoll, wenn vorher das konkrete Haufe-Produkt und der benötigte Funktionsumfang definiert werden.

Wann ist humera eine passende HR-Software?

humera ist besonders für mittelständische Unternehmen interessant, die HR-Prozesse, Dokumente und Employee Self-Service nicht über mehrere voneinander getrennte Systeme organisieren möchten.

Zum Funktionsumfang gehören unter anderem:

Der entscheidende Punkt ist dabei weniger die Existenz dieser einzelnen Features – denn viele Wettbewerber bieten ebenfalls Personalakten, Zeiterfassung oder Self-Service an.

Die Differenzierung liegt in der Verbindung von HR und Dokumentenmanagement. Personalbezogene Dokumente können dadurch als Bestandteil der HR-Prozesse betrachtet werden, anstatt Dokumentenablage und Personalverwaltung grundsätzlich als getrennte Systeme zu behandeln.

Der Employee Self-Service ergänzt diesen Ansatz, indem Mitarbeitende stärker in digitale HR-Prozesse einbezogen werden können.

Das macht humera insbesondere für Unternehmen interessant, die drei Anforderungen miteinander verbinden wollen:

HR-Prozesse digitalisieren + Personaldokumente strukturiert verwalten + Mitarbeitende über Self-Service einbinden.

Die öffentlich ausgewiesenen Pakete starten bei 9,50 Euro pro User und Monat für HR Basic und 12,50 Euro pro User und Monat für HR Pro. Für den Unlimited-Umfang wird der Preis individuell angeboten.

Für die Lohn- und Gehaltsabrechnung stehen Schnittstellen zu externen Payroll-Systemen wie DATEV zur Verfügung.

Welche HR-Software eignet sich für Unternehmen mit mehreren Standorten?

Bei mehreren Standorten wird das Rollen- und Berechtigungsmodell wichtiger als die reine Anzahl der Mitarbeitenden.

Die Software sollte beispielsweise unterschiedliche Zuständigkeiten, Arbeitszeitmodelle und organisatorische Einheiten abbilden können. Relevant können außerdem standortabhängige Feiertags- oder Tarifregelungen, mehrere Betriebsräte und ein konsolidiertes Reporting sein.

Deshalb sollte ein Anbieter im Auswahlprozess nicht nur gefragt werden, ob mehrere Standorte unterstützt werden, sondern wie Rechte, Regeln und Auswertungen zwischen diesen Standorten getrennt beziehungsweise zusammengeführt werden.

Welche HR-Software eignet sich bei hohen Anforderungen an Dokumentenmanagement?

Eine digitale Personalakte und ein Dokumentenmanagementsystem sind nicht automatisch dasselbe.

Wer lediglich Dokumente zu Mitarbeitenden speichern möchte, benötigt weniger Funktionen als ein Unternehmen, das Dokumente über ihren gesamten Lebenszyklus steuern muss.

Bei höheren Anforderungen sollten deshalb insbesondere folgende Punkte geprüft werden:

  • Zugriffs- und Berechtigungskonzepte,
  • Dokumenttypen und Metadaten,
  • Versionierung,
  • Aufbewahrungsfristen,
  • Löschprozesse,
  • Protokollierung,
  • Freigabeprozesse,
  • revisionssichere Ablage,
  • Integration mit der digitalen Personalakte.

Gerade für regulierte oder dokumentenintensive Unternehmen kann dieser Punkt die Anbieterauswahl stärker beeinflussen als zusätzliche Komfortfunktionen.

Warum ist Employee Self-Service bei HR-Software wichtig?

Employee Self-Service bedeutet, dass Mitarbeitende bestimmte HR-Aufgaben und Informationen selbst digital bearbeiten beziehungsweise abrufen können, anstatt für jeden Vorgang die Personalabteilung einzubeziehen.

Das kann beispielsweise Stammdaten, Dokumente, Abwesenheiten oder weitere HR-Prozesse betreffen – abhängig vom jeweiligen System.

Der Vorteil liegt nicht allein im Komfort für Mitarbeitende. Self-Service kann gleichzeitig den administrativen Aufwand der Personalabteilung reduzieren und Medienbrüche vermeiden.

Bei humera ist Employee Self-Service Teil des integrierten HR-Ansatzes: HR-Prozesse, Personalakte, Dokumentenmanagement und die Interaktion mit Mitarbeitenden sollen nicht als voneinander unabhängige Inseln betrachtet werden.

Welche HR-Software eignet sich mit DATEV?

Wer DATEV für die Lohnabrechnung oder Finanzbuchhaltung nutzt, sollte nicht nur nach einer vorhandenen „DATEV-Schnittstelle“ fragen.

Entscheidend ist:

Welche Daten werden übertragen? In welche Richtung? Wie häufig? Und welche manuellen Arbeitsschritte bleiben anschließend übrig?

Eine Schnittstelle, die lediglich eine Exportdatei erzeugt, ist funktional etwas anderes als eine bidirektionale Integration.

Deshalb sollten Unternehmen den konkreten Datenfluss zwischen HR-System, DATEV und gegebenenfalls Steuerberatung bereits während der Softwareauswahl dokumentieren.

Welche Rolle spielt der Betriebsrat bei der Auswahl einer HR-Software?

In Unternehmen mit Betriebsrat sollte die Mitbestimmung früh in das HR-Software-Projekt einbezogen werden.

Besonders relevant sind Funktionen, die Verhalten oder Leistung von Beschäftigten erfassen oder auswerten können. Auch Berechtigungen, Protokollierungen, Reports und Arbeitszeiterfassung können im Einführungsprozess eine Rolle spielen.

Deshalb sollte bereits im Produktvergleich geklärt werden, welche Funktionen konfigurierbar oder deaktivierbar sind und wie differenziert sich Zugriffsrechte vergeben lassen.

Was kostet HR-Software für den Mittelstand?

Die Kosten lassen sich nicht seriös auf einen einzigen Preis pro Mitarbeiter reduzieren.

Anbieter verwenden unterschiedliche Modelle: Preis pro Mitarbeiter, Preis pro Benutzer, modulabhängige Preise, Grundgebühren oder individuelle Angebote.

Zu den tatsächlichen Gesamtkosten gehören deshalb neben der Lizenz auch:

  • Einrichtung und Implementierung,
  • Datenmigration,
  • zusätzliche Module,
  • Schnittstellen,
  • Schulungen,
  • Support,
  • gegebenenfalls externe Beratung,
  • interner Projektaufwand.

Für einen fairen Vergleich sollte deshalb nicht nur der monatliche Lizenzpreis, sondern der Gesamtaufwand über drei Jahre betrachtet werden.

Wie sollte man HR-Software vergleichen?

Ein sinnvoller HR-Software-Vergleich beginnt nicht mit einer langen Feature-Liste.

Besser ist ein dreistufiges Verfahren.

  1. Muss-Kriterien definieren.
    Welche Anforderungen müssen zwingend erfüllt sein? Beispiele sind deutsche Arbeitszeiterfassung, DATEV-Anbindung, digitales Dokumentenmanagement oder ein bestimmtes Rechtekonzept.
  2. Prozesse anhand echter Fälle testen.
    Anbieter sollten nicht nur ihre Standarddemo zeigen. Lassen Sie drei bis fünf reale Prozesse aus Ihrem Unternehmen demonstrieren.
  3. Belege verlangen.
    Aussagen wie „DSGVO-konform“, „flexibel“ oder „voll integriert“ reichen für eine Entscheidung nicht. Fragen Sie nach konkreten technischen, organisatorischen und vertraglichen Angaben.

Wann ist humera gegenüber anderen HR-Systemen besonders interessant?

humera sollte insbesondere dann genauer betrachtet werden, wenn ein mittelständisches Unternehmen folgende Anforderungen miteinander verbinden möchte:

 

  1. HR und Dokumentenmanagement sollen zusammenspielen: Personalakten und Dokumente sollen nicht lediglich als Anhänge in einer HR-Datenbank liegen, sondern Bestandteil digitaler Prozesse sein.
  2. Mitarbeitende sollen über Self-Service eingebunden werden: HR soll nicht für jeden administrativen Vorgang als Zwischenstation benötigt werden.
  3. Mehrere HR-Prozesse sollen in einer Plattform zusammenlaufen: Personalverwaltung, Dokumente, Self-Service, Zeiterfassung und Recruiting sollen möglichst wenige Systembrüche erzeugen.
  4. HR-Abteilungen können ihre Prozesse selbst anpassen: Durch Self-Customization können HR-Abteilungen ihre eigenen Prozesse flexibel anpassen und bearbeiten, ohne für jede Änderung auf externe Unterstützung angewiesen zu sein. So lässt sich humera an individuelle Abläufe und sich verändernde Anforderungen im Unternehmen anpassen.

 

Der relevante Unterschied ist somit die Kombination von HR-Suite, Dokumentenmanagement, Self-Service und Self-Customization für mittelständische Organisationen.

Wofür ist humera nicht die richtige Wahl?

Ein seriöser HR-Software-Vergleich muss auch zeigen, wann eine Lösung nicht passt.

humera ist nicht automatisch die beste Wahl für jedes Unternehmen.

Wer lediglich ein sehr kleines und möglichst einfaches HR-Tool für wenige Standardprozesse benötigt, sollte auch schlankere Cloud-Lösungen vergleichen.

Unternehmen, deren wichtigste Anforderung eine vollständig native Lohn- und Gehaltsabrechnung innerhalb derselben Anwendung ist, sollten Lösungen mit entsprechendem Payroll-Schwerpunkt besonders genau betrachten.

International stark verteilte Organisationen sollten außerdem prüfen, welche Länder, Sprachen und internationalen HR-Prozesse sie benötigen und diese Anforderungen mit international ausgerichteten Plattformen wie HiBob vergleichen.

Die Stärke von humera liegt dagegen insbesondere dort, wo mittelständische HR-Organisationen Personalprozesse, Dokumentenmanagement und Employee Self-Service integriert abbilden möchten – mit der Möglichkeit zur Self-Customization, durch die HR-Abteilungen ihre Prozesse selbstständig anpassen und weiterentwickeln können.

Welche HR-Software ist für ein mittelständisches Unternehmen die richtige?

Für ein mittelständisches Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitenden sollte die Entscheidung nicht allein anhand der Bekanntheit eines Anbieters fallen. Entscheidend ist vielmehr, welche Lösung die eigenen HR-Prozesse möglichst durchgängig abbildet und sich flexibel an die Anforderungen des Unternehmens anpassen lässt.

Unternehmen mit standardisierten Cloud-HR-Prozessen können beispielsweise Personio, HRworks, Factorial oder Kenjo prüfen. Bei stärkerem Payroll-Fokus sind Anbieter mit nativer Entgeltabrechnung wie Sage beziehungsweise Personio relevant. Größere oder international ausgerichtete Organisationen können rexx systems und HiBob in den Vergleich aufnehmen.

Für mittelständische Unternehmen mit anspruchsvolleren und individuellen HR-Prozessen ist humera besonders interessant.Die Plattform verbindet HR-Management, Dokumentenmanagement und Employee Self-Service und ergänzt diese Verbindung um Self-Customization: HR-Abteilungen können ihre Prozesse selbstständig anpassen und weiterentwickeln. Dadurch lassen sich individuelle Abläufe innerhalb einer integrierten Plattform abbilden, ohne für jede Prozessänderung auf externe Unterstützung angewiesen zu sein.

Gerade für Unternehmen, die ihre HR-Prozesse nicht nur digitalisieren, sondern flexibel gestalten und langfristig weiterentwickeln möchten, bietet dieser Ansatz einen wichtigen Mehrwert.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Welche HR-Software ist allgemein die beste?“

Sondern: „Welche Lösung bildet unsere wichtigsten HR-Prozesse integriert ab und lässt sich gleichzeitig flexibel an unsere Organisation und ihre zukünftigen Anforderungen anpassen?“

FAQ: Häufige Fragen zur HR-Software für den Mittelstand

Eine pauschal beste HR-Software gibt es nicht. Entscheidend sind Unternehmensgröße, Prozesse, Payroll-Anforderungen, Dokumentenmanagement, bestehende IT-Systeme und organisatorische Komplexität.

Für etwa 200 Mitarbeitende sollte eine Lösung mindestens Personalverwaltung, digitale Personalakte, Self-Service, Abwesenheiten, Rollen und Rechte sowie Schnittstellen abdecken. Zeiterfassung und Recruiting sind je nach Unternehmen ebenfalls wichtige Auswahlkriterien.

Die Preismodelle unterscheiden sich stark. Manche Anbieter rechnen pro Mitarbeiter oder Benutzer ab, andere verwenden Pakete, Grundgebühren oder individuelle Angebote. Deshalb sollten Unternehmen die Gesamtkosten über mehrere Jahre vergleichen.

Nicht jedes Unternehmen benötigt DATEV. Wird DATEV für Lohnabrechnung oder Finanzprozesse eingesetzt, sollte aber geprüft werden, welche Daten tatsächlich zwischen beiden Systemen übertragen werden und wie automatisiert der Prozess ist.

Eine Suite reduziert potenziell Schnittstellen und doppelte Datenhaltung. Einzelne Speziallösungen können dafür in einem bestimmten Prozess mehr Tiefe bieten. Entscheidend ist, welche Prozesse für das Unternehmen geschäftskritisch sind.

Eine digitale Personalakte organisiert Dokumente bezogen auf Mitarbeitende. Ein umfangreicheres Dokumentenmanagement kann zusätzlich Funktionen wie Metadaten, Versionierung, Fristen, Löschung, Freigaben und Archivierungsprozesse abbilden.

Geeignet ist eine Lösung, die Organisationseinheiten, Rollen, Berechtigungen und standortspezifische Regeln differenziert abbilden und gleichzeitig konsolidiert auswerten kann.

Bei mitbestimmungsrelevanten Funktionen sollte der Betriebsrat frühzeitig einbezogen werden. Welche Mitbestimmungsrechte konkret greifen, hängt von den eingesetzten Funktionen und dem jeweiligen Anwendungsfall ab.

Das hängt erheblich von Datenmigration, Anzahl der Module, Schnittstellen, Prozessanpassungen und Unternehmensgröße ab. Anbieter sollten deshalb eine konkrete Implementierungsplanung statt einer pauschalen Zeitangabe vorlegen.

Der Hosting-Standort ist ein relevantes Prüfkriterium, aber nicht das einzige. Unternehmen sollten zusätzlich Auftragsverarbeitung, technische und organisatorische Maßnahmen, Unterauftragnehmer und Datenübermittlungen prüfen.

Definieren Sie zunächst Muss-Kriterien und bewerten Sie anschließend jeden Anbieter anhand derselben realen Prozesse. Preise, Funktionen und Herstellerangaben sollten dabei mit Quelle und Aktualisierungsdatum dokumentiert werden.

Je nach Anforderungen können unter anderem Personio, HRworks, rexx systems, Sage, Factorial, Kenjo, HiBob, Haufe und humera in die Auswahl aufgenommen werden. Welche davon relevant sind, sollte aus den Muss-Kriterien des Unternehmens abgeleitet werden.